Das Frischklebeverbot ist inzwischen abgesegnet und auch umgesetzt, was die wenigsten wissen. Es wird nur noch nicht geahndet. Dies macht, wenn es auch auf den ersten Blick unsinnig wirkt, durchaus Sinn - zumindest im rechtlichen Raum. So können die Sportbände mögliche Regressforderungen (falls jemand einen Gesundheitsschaden auf das Kleben zurückführt) mit dem Hinweis des Verbotes abweisen und müssen nichts befürchten.
Ich habe gerade im Shop mit einigen Kunden über das Thema diskutiert. Hintergrund war das "der-und-der" noch entscheidend stärker geworden ist.
Was sind aber letztendlich die Faktoren, wenn sich jemand im Tischtennis verbessert? Oder anders gefragt: Was verbessert er, wenn er sein Spiel verbessert (in dem er mit besseren Spielern trainiert)?
Meiner Erfahrung nach sind es drei Faktoren, die sich durch das Tischtennis Training mit "besseren" Spielern verbessern:
Wer sich damit beschäftigt, sich einen neuen Tischtennis Schläger anzuschaffen (und sich bisher noch nicht mit der Materie auskennt), sieht sich einer unüberschaubaren Materialvielfalt bei Tischtennis Schlägern ausgeliefert.
Deshalb gebe ich ein paar Tipps für Einsteiger und Hobbyspieler.
Als ich neulich nach dem letzten Tischtennis Training bei Bier und Mettwurstbrot (man gönnt sich ja sonst nichts) noch ein wenig in der aktuellen ZEIT blätterte, staunte ich nicht schlecht: Wir werden Trendsportart.
Endlich sind die Zeiten vorbei, in denen man hähmisch gefragt wird, ob man beim Fußball nicht mitspielen durfte. Tischtennis ist hipp.
In dieser Hausarbeit soll ein Teil der historischen Entwicklung der wohl schnellsten Ballsportart der Welt belichtet werden. Die Entwicklung des "Ping Pong" - so wurde die Sportart ursprünglich genannt - ist eine besondere innerhalb der Sportgeschichte. Der Ursprung des Spiels ist bis heute noch nicht zu einhundert Prozent erforscht, jedoch deuten viele Indizien darauf hin, das Tischtennis nicht, wie oft behauptet, einem traditionellen volkstümlichen Ball- und Geschicklichkeitsspiel aus Asien entstammt, sondern als eine im Vergleich sehr junge europäische, genauer gesagt britische Sportart zu betrachten ist. Tischtennis ist inzwischen neben dem 1891 von Naismith entworfenen Basketball und dem 1895 von Morgan entwickelten Volleyball die wohl populärste der jungen Wettkampfsportarten und hat sowohl im Leistungs- als auch im Breiten- und Freizeisport eine beachtliche Stellung eingenommen. Im folgenden sollen besonders die Anfänge der Entstehung und der Entfaltung des Sports in Großbritannien im Vordergrund stehen.
Tischtennis zeichnet dadurch aus, dass neben der Athletik besonders Feinmotorik, Intelligenz, Fleiß und langjährige Ausdauer erforderlich ist, um erfolgreich zu spielen. Deshalb gibt es einen übergroßen Anteil älterer Sportler sowie jüngere Leute, die weniger Voraussetzungen für beispielsweise Fußball, Tennis oder Leichtathletik haben. Die oben genannte Spezifika des Tischtennis macht für viele den Sport erst langfristig interessant. Dieser spezifische Sportvorteil wird nun reduziert.
Entwicklung in den letzten Jahren:
1. Durch die Entwicklung der äußerst spindynamischen Beläge haben junge, schnelle Angreifer einen immensen Vorteil erhalten. 2. Der 40 mm Ball brachte diesen Sportlern noch einmal Vorteile, weil es leichter ist, einen größeren Ball bei Topspin tangential zu treffen und der höheren Luftwiderstand leicht durch schnellere Hölzer und dickere Beläge ausgeglichen werden kann. Langsamer ist Tischtennis logischerweise nicht geworden. Im Gegenteil: Abwehrer wurden zurückgedrängt.
Gegenmaßnahme:
Als Gegenmaßnahme gibt es heute spinunempfindliche lange, glatte Noppen. Ihre Beherrschung setzt Training und viel Verständnis voraus gut für ausdauernde Sportler. Angreifer müssen gegen diese Beläge gefühlvoller und mit weniger Schnitt spielen“ oder setzen sich einem hohen Risiko aus. Sie müssen mitdenken. Diese geistige Anstrengung entfällt beim Verbot der glatten Beläge.
Grundsatz Schnelligkeit:
Die Schnelligkeit des Tischtennis resultiert einzig aus der Reaktionsfähigkeit der Sportler und dem Risiko durch zu große Geschwindigkeit Fehler zu machen. Auf jeden Fall spielt die Ballgröße ob 38mm, 40mm, 44mm oder noch größer keine Rolle. Die Spindynamik der Beläge gleicht den Spinwiderstand des größeren Balles aus. Ältere Sportler bzw. Abwehrer sind nicht so schnell. Sie vertrauen eher auf Feinmotorik und Taktik “ erworben durch langjähriges Training. Haben sie kein Instrument mehr gegen Spin und Tempo, dann werden sie erfolglos.
Fazit:
Werden glatte Beläge verboten, dann kommt es noch mehr darauf an einfach, schnell und mit maximalem Schnitt zu spielen. Schließlich kann man ja seinen eigenen Spin nicht mehr zurückbekommen. Das lernt sich auch schneller, als der Umgang mit Returnspin und Taktik. Als Konsequenz bleibt: 1. Für ältere und langsamere Sportler reduzieren sich die Chancen 2. Tischtennis wird weniger abwechslungsreich 3. Es wird immer fraglicher, ob sich das Training lohnt (auch wegen der vielen Regeländerungen) Der Vorteil für junge, besonders athletische Spieler, die es dann einfacher haben, wird den Abgang der anderen Aktiven und Erfahrenen nicht ausgleichen zum Schaden für den Tischtennissport. Im Auftrag des TT-Club Senftenberg J. Matern